Dynamik laufend neu bewerten
8 ZeitfensterDie selbstlernende Berechnung passt Netzvolumen, Druckentwicklung und benötigte Liefermenge fortlaufend an den realen Betrieb an.
Produkte · Features
Airleader bewertet Verbrauch und Netzdynamik in mehreren Zeitfenstern. So wird nicht nur der nächste Kompressor geschaltet, sondern die wirtschaftlich passende verfügbare Kombination.
Regelalgorithmus · in allen Airleadern enthalten
Der selbstlernende Regelalgorithmus gehört zur Grundausstattung jedes Airleader-Modells. Er bildet aus Druck, Druckgradient, Liefermengen, Verfügbarkeit und dem Verhalten des Netzes laufend ein Stationsmodell. Die Berechnung über unterschiedlich lange Zeitfenster macht kurzfristige Lastsprünge ebenso sichtbar wie den stabilen Grundbedarf.
Die selbstlernende Berechnung passt Netzvolumen, Druckentwicklung und benötigte Liefermenge fortlaufend an den realen Betrieb an.
Airleader vergleicht die verfügbaren Kombinationen und berücksichtigt dabei Liefermengen, Hysterese, Starts, Laufzeiten, Rangfolgen und Störungen.
Die passende Kombination läuft überwiegend unter Last. Der kleinste geeignete Kompressor übernimmt die verbleibende Anpassung im gemeinsamen Druckband.
Feature · VSD Pro
Ein drehzahlgeregelter Schraubenkompressor ist nicht in jedem Drehzahlbereich gleich effizient. Vereinfacht ist das wie beim Verbrennungsmotor im Auto: Es gibt einen günstigen Arbeitsbereich. Beim Schraubenkompressor entsteht die Kurve jedoch durch die Auslegung der Verdichterstufe, interne Leckagen, Druckverhältnis sowie Motor- und Umrichterverluste.

Schematische spezifische Leistungskurve.
Mehrere FU-Kompressoren regeln zunächst unabhängig auf denselben Druck. Dadurch kann eine Maschine sehr hoch und eine andere sehr niedrig drehen – beide außerhalb des jeweils günstigen Bereichs.
VSD Pro überwacht die Betriebspunkte permanent. Über die eingebundene IST-Druckvorgabe wird ein zu schneller Kompressor gebremst und ein zu langsamer beschleunigt, ohne in den internen Controller oder Frequenzumrichter einzugreifen.
Die FU-Kompressoren werden prozentual möglichst synchron und nahe am jeweils günstigsten Arbeitsbereich geführt. Airleader nennt für sein veröffentlichtes 200-kW-Beispiel eine Verbesserung der spezifischen Betriebsweise von rund 6,5 Prozent.
Anlagenleistung (kW) × Betriebsstunden (h/a) × Lastanteil im optimierten Bereich × Effizienzgewinn (%) × Strompreis (€/kWh). Beispiel: 200 kW × 6.000 h × 50 % × 6,5 % × 0,18 €/kWh.
Voraussetzung ist die IST-Druckeinbindung am Kompressor. Die modulare Busstruktur ermöglicht den aktiven Drehzahleingriff, ohne die interne Maschinenregelung umzubauen.
Feature · FIX-Speed wenn möglich
Sobald ein Fixed Kompressor in den Regelbereich eines oder mehrerer drehzahlgeregelter Kompressoren passt, kann dieser Betriebspunkt mit FIX-Speed wirtschaftlicher sein. Da VSD-Kompressoren jedoch immer wirtschaftlicher werden, ist dieses Feature frei einzustellen.
Bei gleicher Liefermenge rechnet Airleader typischerweise mit rund sechs Prozent Mehrbedarf des FU-Kompressors gegenüber einer passenden drehzahlfesten Maschine. Ursache sind zusätzliche Verluste im Frequenzumrichter, in der Motorregelung und im geregelten Antriebsstrang. Der konkrete Wert bleibt maschinen- und betriebspunktabhängig.
Die Funktion bewertet den Betriebspunkt aus drehzahlfestem und drehzahlgeregeltem Kompressor als Alternative zu zwei parallel regelnden VSD-Kompressoren. Die Priorisierung lässt sich frei an die tatsächliche Wirtschaftlichkeit der vorhandenen Maschinen anpassen.
Der drehzahlfeste Kompressor liefert seinen effizienten Volllastanteil. Ein FU-Kompressor deckt nur den verbleibenden, tatsächlich schwankenden Restbedarf.
Feature · Mehrere Druckaufnehmer
In weit verzweigten oder hydraulisch ungünstigen Netzen kann der Druck an der Station ausreichend sein, während an einem entfernten Verbraucher bereits eine Drucksenke entsteht. Mehrere Steuerdrucksensoren machen diese Unterschiede für Airleader sichtbar.
Neben dem Referenzdrucksensor lassen sich zwei weitere Netzdrucksensoren auswählen. Airleader bildet daraus einen gemeinsamen Steuerdruck und reagiert früher auf lokale Druckabfälle.
Überschreitet ein Sensor eine einstellbare Abweichung zum Referenzdruck, wird er aus der Mittelwertbildung genommen. Das verhindert Fehlentscheidungen durch blockierte oder defekte Messstellen.
Ein sensibleres Netzmodell kann unnötig hohe Druckreserven reduzieren. Als Airleader-Richtwert spart eine Absenkung um 0,1 bar ungefähr ein Prozent Energie.
Feature · Dezentrale Kompressoren
Kompressoren müssen nicht im selben Raum stehen, um als eine Station geführt zu werden. Airleader kann entfernte Maschinen klassisch über RS-485 oder optional über das Ethernet-Netz einbinden.
Die Bus-Technik eignet sich laut Airleader für Leitungswege bis etwa 1.200 Meter und verbindet Anschlussmodule von Kompressor zu Kompressor.
Bei weit verteilten Gebäuden überbrücken COM-Server den RS-485-Bus über TCP/IP. Innerhalb einer geeigneten, stabilen Netzwerkinfrastruktur ist die räumliche Entfernung damit nicht durch die Busleitung begrenzt.
Druck, Verfügbarkeit und Liefermengen der dezentralen Kompressoren fließen in dieselbe Kombinationsermittlung ein.
Feature · Rangfolgen und Profile
Nicht immer soll allein die energetisch günstigste Maschine zuerst laufen. Wärmerückgewinnung, Reservekonzepte, Schichten oder unterschiedliche Druckanforderungen benötigen gezielte Prioritäten.
Kompressoren mit nutzbarer Wärmerückgewinnung können höher, reine Reservemaschinen niedriger priorisiert werden. Maschinen derselben Rangstufe wählt Airleader weiterhin verbrauchsabhängig aus.
Bis zu vier Druckprofile und vier Rangfolgen lassen sich über die Wochenschaltuhr oder externe Signale passend zu Schicht, Produktion oder Sonderbetrieb aktivieren.
Bei gleicher Leistung tauscht Airleader Kompressoren innerhalb des Druckbandes, sobald der definierte Laufzeitversatz erreicht ist.
Feature · Nebenaggregate und Sensorik
Die Effizienz und Betriebssicherheit der Station hängen auch von Trocknung, Filtration, Kondensatableitung, Kühlung und der Druckluftqualität ab. Airleader führt deren Signale im selben System zusammen.
Druck, Taupunkt, Temperatur, Volumenstrom, Differenzdruck, Leistung und Schwingung lassen sich abhängig vom Ausbau gemeinsam aufzeichnen und auswerten.
Digitale Betriebsmeldungen und analoge Grenzwerte zeigen auffällige Trockner, Filter, Kondensatableiter, Pumpen oder Lüftungen, bevor daraus ein Versorgungsproblem entsteht.
Weil Kompressorzustände und Sensorsignale auf derselben Zeitachse liegen, werden Druckverlust, Qualitätsabweichung und Energieeinsatz gemeinsam nachvollziehbar.
Feature · Alarm- und Servicemanagement
Störungen an Kompressoren und Zusatzgeräten erscheinen als Bildschirmwarnung und im monatlichen Alarm- und Service-Report. Wiederkehrende Meldungen werden so früh sichtbar.

Monatlicher Alarm- und Service-Report aus der Airleader Web-Visualisierung.
Je nach Steuerung ermöglichen separate Schaltkontakte für Kompressoren und Zubehör zwei Alarmwege, etwa zur zentralen Leittechnik oder Telefonanlage.
Das optionale Alarm- und Servicemanagement versendet Benachrichtigungen aus der Web-Visualisierung – auch bei Wartungsmeldungen und überschrittenen Sensorgrenzwerten.
Features für bestehende Airleader
Ihnen fehlt ein Feature? Je nach Gerät schalten wir es per Software frei oder bringen Ihren Airleader mit einem gezielten Hardwareupgrade auf den aktuellen Stand. Sprechen Sie mit uns über den passenden Weg.