Wissen & Support · FAQs

Konkrete Antworten für Ihren Airleader.

Firmware finden, Kommunikationsfehler eingrenzen, Webserver einrichten: Hier finden Sie Antworten auf häufige Supportfragen. Bitte beachten Sie die genannten Gerätegenerationen und Softwarestände; Arbeiten an Verdrahtung und Regelparametern gehören in qualifizierte Hände.

Gerät & Regelung

Seriennummer, Kommunikation und Steuerdruck.

Wo finde ich Firmwareversion und Seriennummer meines Airleaders?

Bei MASTER-Modulen zeigt die Webvisualisierung unter „Einstellung → Fernbedienung → Konfigurationstabelle“ die Firmwareversion und direkt darüber die Steuerungsnummer. Steuerungsnummer und Seriennummer bezeichnen dasselbe Gerät. Ohne Webzugang helfen der Geräteaufkleber oder das Bedienfeld:

  • MASTER I: Die Gerätedaten lassen sich über die Folientastatur aufrufen; die Tastenfolge steht in der zugehörigen Anleitung.
  • MASTER II: Am Touchscreen „Status → Steuerung und SD-Karte“ öffnen.
  • MASTER II+: Am Touchscreen „Status → Systeminformationen“ öffnen.
  • Menünamen unterscheiden sich je nach Generation. Für eine Supportanfrage bitte die vollständige Seriennummer und den Softwarestand notieren.
Anleitung für Ihre Steuerung herunterladen →
Warum meldet das Mastermodul keine Kommunikation zu den Kompressoren?

Prüfen Sie zunächst die Busverbindung und die Zuordnung der Kommunikationsmodule. Gehen Sie dabei diese drei Punkte durch:

  • Busleitung und Anschlüsse anhand des Schaltplans durch qualifiziertes Fachpersonal prüfen lassen.
  • Die eingetragenen Moduladressen mit den tatsächlich eingestellten Adressen vergleichen.
  • Bei einer Busverlängerung über Ethernet kann die Antwortzeit zu kurz sein. Eine Anpassung der Kommunikationsparameter mit dem Support abstimmen.
Kann Airleader mehr als zwei drehzahlgeregelte Kompressoren steuern?

Ja. Entscheidend sind Steuerungstyp, Softwarestand und freigeschalteter Ausbau. Für die aktuellen Steuerungsvarianten gelten folgende Ausbaustufen:

  • EASY: ein FU-Kompressor serienmäßig, optional bis zu vier.
  • MASTER 4 und CN light: zwei FU-Kompressoren serienmäßig, optional bis zu acht.
  • CN: zwei FU-Kompressoren serienmäßig, optional bis zu 32.
  • Für ältere MASTER- und CN-Generationen gelten gegebenenfalls andere Grenzen. Der Support prüft die Erweiterbarkeit anhand der Seriennummer.
Aktuelle Steuerungsvarianten vergleichen →
Wie lassen sich unterschiedliche Drücke an mehreren Messstellen berücksichtigen?

MASTER-Modul und CN können aus bis zu drei Druckaufnehmern an unterschiedlichen Messorten einen mittleren Steuerdruck bilden. Für die Messwerte lassen sich zulässige Abweichungen festlegen. Überschreitet ein Sensor diese Grenzen, wird sein Wert aus der Mittelwertbildung ausgeschlossen. Messorte und Grenzen müssen zur Anlage passen; die Funktion ersetzt nicht die Suche nach tatsächlichen Druckverlusten im Netz.

Kann der Airleader-Istdruck an einen FU-Kompressor weitergegeben werden?

Ja. Bei entsprechend ausgestatteten MASTER-/CN-Systemen steht der Airleader-Steuerdruck am Analogausgang AO der Kommunikationsmodule zur Verfügung. Ein kompatibler drehzahlgeregelter Kompressor kann dieses Signal als Druck-Istwert übernehmen. Damit verwenden beide Systeme dieselbe Druckinformation. Anschluss, Signalbereich und Skalierung müssen anhand der jeweiligen Gerätedokumentation durch Fachpersonal abgestimmt werden.

Installation & Webserver

Wenn die Visualisierung nicht startet.

Diese Hinweise betreffen lokal installierte Airleader-Webserver. Dateipfade und Einstellungen können bei anderen Softwaregenerationen abweichen; Änderungen bitte mit Ihrer IT abstimmen.

Nach der Installation meldet der Browser „Seite kann nicht geladen werden“. Was prüfe ich?

Testen Sie die Verbindung zuerst direkt auf dem Rechner, auf dem der Airleader-Webserver installiert ist:

  • Im Browser http://localhost und anschließend http://127.0.0.1 aufrufen. Bei einem abweichend konfigurierten Port diesen ergänzen.
  • Prüfen lassen, ob der Webserver läuft und ob ein anderes Programm bereits den HTTP-Port 80 belegt.
  • Bei der älteren Tomcat-basierten Installation steht der Connector-Port in Installationspfad/webserver/conf/server.xml. Ist Port 80 belegt, kann die IT nach Sicherung der Konfiguration einen freien Port, zum Beispiel 8080, einstellen und den Webserver neu starten.
  • Danach die Adresse mit dem passenden Port aufrufen, beispielsweise http://localhost:8080. Von einem anderen Rechner wird statt localhost die IP-Adresse oder der Hostname des Airleader-Servers verwendet.
Warum erscheint nach der Installation eine andere Website statt Airleader?

Häufig antwortet ein bereits installierter Webserver, etwa Microsoft IIS, auf Port 80. Prüfen Sie, welcher Dienst die aufgerufene Adresse bedient. Lassen Sie den Airleader-Webserver bei einem Portkonflikt auf einen freien Port konfigurieren. Bei älteren Installationen erfolgt das über den Connector-Eintrag in webserver/conf/server.xml. Nach dem Neustart muss der neue Port in der Adresse stehen, zum Beispiel http://192.168.0.50:8080. Einen anderen produktiven Webserver dafür nicht unkontrolliert beenden.

Die Installation unter Windows 7 bleibt hängen. Was ist bei dieser Altinstallation zu beachten?

Die frühere Anleitung behandelt eine Windows-7-Installation, bei der Sicherheits- oder Berechtigungseinstellungen das Anlegen des Webserver-Dienstes verhindern. Lassen Sie die IT Installationsrechte und Dienstinstallation prüfen. Schalten Sie Benutzerkontensteuerung oder Firewall nicht pauschal ab. Für die Weiterverwendung oder Migration einer solchen Altinstallation sollte der Support zuerst Softwarestand und geeignete Betriebssystemversion klären.

Visualisierung, Netzwerk & Daten

Verbindung herstellen und Daten weiterverwenden.

Das Panel zeigt „Kommunikationsfehler“. Wie grenze ich die Ursache ein?

Beginnen Sie mit der Netzwerkverbindung, bevor Sie Änderungen am Speicher oder an der Konfiguration vornehmen:

  • Im Diagnosebereich der Visualisierung die Erreichbarkeit der Steuerung per PING prüfen. Ein fehlgeschlagener PING allein beweist keinen Gerätedefekt; auch Netzwerkeinstellungen können die Antwort verhindern.
  • Bei erfolgreichem PING kontrollieren, ob die IP-Adresse im Netzwerk versehentlich mehrfach vergeben wurde.
  • Sind Verbindung und Adressierung in Ordnung, kann auch der interne Speicher beziehungsweise die SD-Karte betroffen sein. Die weitere Diagnose mit dem Support abstimmen.
  • Eine SD-Karte nicht vorsorglich initialisieren: Dabei können Daten verloren gehen. Erst Daten sichern und nur nach passender Geräteanleitung und Freigabe vorgehen.
Datenarchiv für den Support erstellen →
Warum übernimmt die Steuerung trotz Webserver-Plus-Option keine eingegebenen Werte?

Bei älteren MASTER-Installationen muss der Schlüsselschalter „Prog“ für diese Fernbedienfunktion auf „Aus“ stehen. Außerdem muss der eingegebene Berechtigungscode stimmen. Prüfen Sie beides anhand der Anleitung Ihrer Gerätegeneration. Änderungen an Regelparametern sind nur durch entsprechend autorisierte Personen vorzunehmen; bleibt die Übernahme aus, den Support mit Modell und Softwarestand kontaktieren.

Warum ist der Webserver nur auf seinem eigenen Rechner erreichbar?

Wenn die Visualisierung lokal funktioniert, aber von anderen Rechnern aus nicht, kann die Firewall eingehende Verbindungen blockieren. Lassen Sie die IT den tatsächlich verwendeten HTTP-Port prüfen – bei den beschriebenen Installationen meist 80, nach einer Umstellung beispielsweise 8080. Die Freigabe sollte gezielt für die berechtigten Rechner beziehungsweise internen Netze erfolgen. Die Firewall nicht vollständig deaktivieren und den Server nicht ungeprüft zum Internet öffnen.

Kann ich Airleader-Daten auf einem Netzlaufwerk speichern?

Grundsätzlich ja. Bei der beschriebenen Webserver-Installation ist ein Netzlaufwerk jedoch nicht als Datenziel im Setup vorgesehen. Der Webserver läuft als Windows-Dienst und hat nicht automatisch Zugriff auf Laufwerke, die im Benutzerkonto eingebunden sind. Installieren Sie zunächst mit lokalem Datenverzeichnis. Anschließend muss die IT den Netzwerkpfad und die erforderlichen Zugriffsrechte für das Dienstkonto einrichten und den Schreibzugriff testen.

Warum wird nach einem Update weiterhin die alte Softwareversion angezeigt?

Prüfen Sie zunächst, ob Sie tatsächlich den aktualisierten Airleader-Webserver aufrufen. Bei älteren Installationen kann vor einer Neuinstallation die Deinstallation der bisherigen Version erforderlich sein. Ab Version 3.000 beschreibt die Anleitung einen internen Online-Updater, sofern der Server den benötigten Internetzugang hat. Vor einer Neuinstallation Daten sichern sowie Steuerungs-IP und Datenverzeichnis notieren. Das passende Updateverfahren richtet sich nach Ihrer Version; im Zweifel vor der Deinstallation den Support fragen.

OPC-Anbindung

Neue Kompressoren im OPC-Server sichtbar machen.

Ein neuer Kompressor ist eingerichtet, erscheint aber nicht im OPC-Server. Was fehlt?

Der ältere Airleader-OPC-Server liest die Anlagenkonfiguration nur beim Start ein. Nach dem Ergänzen eines Kompressors ist daher ein Neustart dieses Servers nötig. Trennen Sie die verbundenen OPC-Clients vorher kontrolliert, starten Sie den Server neu und verbinden Sie die Clients anschließend wieder. Stimmen Sie die kurze Unterbrechung der Datenübertragung mit den betroffenen Systemverantwortlichen ab. Für andere OPC- beziehungsweise OPC-UA-Versionen gilt die jeweilige Dokumentation.

Noch offen?

Seriennummer und Fehlerbild bereithalten.

Damit kann das Support-Team die Ursache schneller eingrenzen und den nächsten Prüfschritt nennen.

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